In diesem Beispiel aus unserer Messe-Anlage zeige ich, wie man ein Gleis (Block) mit nur zwei Balisen so konfiguriert, dass es in beide Richtungen mit Signalkopplung funktioniert.

Der Grundgedanke dazu ist immer derselbe: Irgendwoher muss die Information kommen in welche Richtung das Gleis gerade befahren werden soll. Ich habe mich hier dazu entschieden das nicht genutzte Lichtsignal auszuschalten.

Im Gleisplan sind die beteiligten zwei Signale und die zwei Balisen beschriftet. Er zeigt den Zustand, nachdem das Signal “B-Einfahrt-re” auf Rot gestellt wurde:

Gleisplan

So sieht der Gleisplan aus, nachdem das Signal “A-Einfahrt-re” auf Rot gestellt wurde:

Gleisplan

Jede Balise bekommt zwei Trigger, für jedes Signal einen. Außerdem erhalten die Signale einen Trigger, der es ausschaltet, wenn das andere Signal angeschaltet wurde. Die Balisen “BA2”, “BA3” und Signale “A-Einfahrt-re” sowie “B-Einfahrt-re” sind über drei CTC-Module verteilt und haben insgesamt 6 Trigger:

Gleisplan

Gegenüber einem normalen Balisen-Trigger ändert sich Folgendes:

  • Hat das Signal den Zustand “0” (ausgeschaltet) passiert nichts.
  • Zusätzlich zum Befehl (cmd) wird auch die Distanz (cmdDist) gesetzt.

Hier der Trigger an der Balise “BA2”, der auf das Signal “A-Einfahrt-re” horcht:

Trigger BA2 Auslöser A-Einfahrt-re

und der zweite Trigger an der Balise “BA2”, der auf das Signal “B-Einfahrt-re” horcht:

Trigger BA2 Auslöser B-Einfahrt-re

Die Trigger am Signal horchen auf das jeweils andere Signal und schalten ihr Signal ab, wenn das andere angeht. Hier der Trigger am Signal “B-Einfahrt-re”:

Trigger B-Einfahrt-re

Wichtig bei diesem Ansatz ist, dass es bei beiden Signalen einen Aus-Zustand gibt, sodass die Trigger sich nicht in einer Endlosschleife gegenseitig auslösen.

Bei einem Flügelsignal müsste man einen Aus-Zustand hinzufügen, auch wenn er nicht wirklich vorhanden ist. Da die Balise im Aus-Zustand wirkungslos ist, sollte das Signal dann offen sein.